Der usbekische Präsident Shavkat Mirziyoyev erklärte bei einer Sitzung des Friedensrats in Washington, dass sein Land einen angemessenen Beitrag zum Wiederaufbau des Gazastreifens leisten wolle. Insbesondere sei es bereit, auf dem Gebiet der Enklave Wohnhäuser, Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser zu bauen, zitierte der Pressedienst des Staatsoberhauptes.
In seiner Rede dankte Mirziyoyev dem US-Präsidenten und Vorsitzenden des Friedensrats, Donald Trump, für die Einberufung des ersten Gipfels dieser Organisation, deren Ziel die Bereitstellung humanitärer Hilfe für den Gazastreifen sowie die Sicherung von Frieden und Stabilität im Nahen Osten sei.
Der usbekische Staatschef äußerte die Überzeugung, dass die Arbeit des Rates eine günstige Atmosphäre für die wirtschaftliche und soziale Erholung des Gazastreifens schaffen werde. Dabei, so betonte der Präsident, müsse jeder Mechanismus zur Verwaltung dieses Gebiets unbedingt auf der inneren Unterstützung der lokalen Bevölkerung basieren.
„Unser Treffen ist ein lebendiger Ausdruck internationaler Solidarität, Friedensstiftung und des gemeinsamen Strebens nach einer Verbesserung der Situation im Nahen Osten. Wir müssen diese historische Gelegenheit nutzen, um ein Neues Gaza aufzubauen – mit einer florierenden Wirtschaft und würdigen Lebensbedingungen für seine Bevölkerung“, fasste Mirziyoyev zusammen.
Im Anschluss an die Sitzung wurde eine Erklärung zur Unterstützung der Tätigkeit des Friedensrats unterzeichnet.
Im Rahmen seines Besuchs in Washington führte Mirziyoyev auch eine Reihe von Treffen mit Vertretern des Wirtschaftsblocks der US-Regierung und der Führung großer amerikanischer Unternehmen durch. Infolgedessen wurden Vereinbarungen über Zusammenarbeit und gemeinsame Investitionsprojekte unterzeichnet.
Zuvor war bekannt geworden, dass Trump die Bildung eines Hilfspakets für den Gazastreifen in Höhe von über 7 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Laut dem Weißen Haus hätten neun Staaten diese Mittel bereitgestellt: Kasachstan, Usbekistan, Aserbaidschan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko, Bahrain, Katar, Kuwait und Saudi-Arabien.
Allerdings erklärte der Berater des aserbaidschanischen Präsidenten, Hikmet Hajiyev, dass sein Land nicht plane, sich an der Schaffung des von Trump erwähnten Finanzhilfepakets zu beteiligen. Wie Hajiyev präzisierte, könnte Baku in Zukunft eine Beteiligung an Investitionsprojekten im Gazastreifen über den Friedensrat in Betracht ziehen.
Offizielle Bestätigungen aus Taschkent und Astana bezüglich finanzieller Beiträge zum Wiederaufbau des Gazastreifens liegen bisher nicht vor.
Ergänzend sei erwähnt, dass der kasachische Präsident Qassym-Schomart Toqajew bei der Sitzung des Friedensrats seine eigenen Vorschläge zur Hilfe für die Enklave unterbreitete. Darunter:
▪️ Bau von Infrastruktur, Wohnraum, Schulen, Krankenhäusern und anderen wichtigen sozialen Einrichtungen;
▪️ Lieferung von Weizen und anderen Formen humanitärer Hilfe zur Sicherung der Ernährungssicherheit in Gaza und darüber hinaus;
▪️ Bereitstellung von über 500 Bildungsstipendien für palästinensische Studierende zur Ausbildung an kasachischen Hochschulen;
▪️ Bereitstellung fortschrittlicher digitaler Lösungen;
▪️ Unterstützung internationaler Stabilisierungskräfte durch Entsendung von Ärzten und Beobachtern zum Zentrum für zivil-militärische Koordinierung.
Darüber hinaus nannte Trump Kasachstan neben Albanien und dem Kosovo als Länder, die bereit seien, ihre Truppen und Polizei zur Sicherung der Stabilität im Gazastreifen bereitzustellen.
ℹ️ Über die Gründung des Friedensrats hatte Trump am 16. Januar 2026 bekannt gegeben. Bald darauf schlossen sich Kasachstan und Usbekistan der Organisation als Gründungsstaaten an.
An der konstituierenden Sitzung des Friedensrats, die am 19. Februar in Washington stattfand, nahmen neben Vertretern der zentralasiatischen Republiken Delegationen aus Aserbaidschan, Bahrain, Indonesien, Argentinien, Paraguay, Rumänien, Ägypten, Katar, Pakistan, Ungarn, Albanien, Armenien, Vietnam, Kambodscha, den VAE, der Türkei, Kuwait, Saudi-Arabien, Israel, Marokko und anderen Ländern teil.



