Der usbekische Regisseur Ali Khamraev hat eine professionelle Bewertung der Kurzfilmreihe „Lebendige Geschichte Usbekistans“ abgegeben, die im Zentrum der Islamischen Zivilisation (ZIZ) in Taschkent entsteht. Darüber berichtet die Pressestelle des Zentrums.
Laut Khamraev wurde eine Expertengruppe gebildet, die die fertigen Arbeiten sichtet und den Autoren Empfehlungen gibt – von der Präzisierung historischer Details bis hin zur Intonation des Off-Textes und der musikalischen Gestaltung.
Khamraev betonte, dass die Macher aktiv Technologien der künstlichen Intelligenz nutzen, jedoch sollte das visuelle Material durch Live-Aufnahmen ergänzt werden – durch Landschaften, Naturgeräusche, Chronikaufnahmen und ausdrucksstarke Musik. Unter den gelungensten Arbeiten hob er Filme über Amir Temur und die Entwicklung der Bewässerung hervor, in denen die schwere Arbeit der Kanalbauer gezeigt wird, sowie Filme über die ersten Agronomen der Region und die Jadiden – Aufklärer des beginnenden 20. Jahrhunderts, von denen viele repressiert wurden.
Er hob besonders die Arbeit der Künstler hervor, die visuelle Rekonstruktionen der Bilder von Amir Temur, Ulugbek, Babur, Ibn Sina, Khorezmi, Imam Bukhari, Termez und Al-Fargani geschaffen haben – obwohl es keine echten Porträts dieser Persönlichkeiten gibt.
„Das Zentrum führt umfangreiche Forschungen im Ausland durch – im Iran, in der Türkei, Pakistan, Indien, Großbritannien, Frankreich, Spanien und den USA. Dort wurden Handschriften, Miniaturen und wissenschaftliche Werke entdeckt, von denen ein Teil verloren gegangen war und nun in Kopien rekonstruiert wurde. All dies findet bereits Niederschlag in den Filmen und bringt Dutzende, vielleicht sogar Hunderte von Namen zurück ins kulturelle Gedächtnis“, bemerkte Khamraev.
Der Regisseur äußerte die Überzeugung, dass die Reihe „Lebendige Geschichte Usbekistans“ eine große Zukunft habe, und schlug vor, perspektivisch einen abendfüllenden Dokumentarfilm über das Zentrum der Islamische Zivilisation selbst zu drehen, das seiner Meinung nach bereits zu einem der kulturellen Aushängeschilder des Landes geworden sei.
ℹ️ Das Zentrum der islamischen Zivilisation wurde in Taschkent neben dem Komplex Hast-Imam errichtet. Das Gebäude ist im Stil mittelalterlicher Architekturdenkmäler ausgeführt, mit vier Portalen von jeweils 34 Metern Höhe und einer zentralen Kuppel von 65 Metern. Hier sind ein Koran-Saal, ein Konferenzsaal mit 460 Plätzen und ein Museum eingerichtet, dessen Ausstellungen die gesamte Geschichte Usbekistans abdecken – von vorislamischen Zeiten bis zur Gegenwart. Das ZIZ soll zu einer Plattform für das Studium des Erbes der Vorfahren und dessen aktuelle Interpretation in Zusammenarbeit mit der Internationalen Islamischen Akademie Usbekistans sowie mit wissenschaftlich-aufklärerischen Zentren auf der ganzen Welt werden. Die Eröffnung des Zentrums ist für das Frühjahr 2026 geplant.



