Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums hat Sanktionen gegen den usbekischen Staatsbürger Azizjon Mamashoev verhängt. Nach Angaben der US-Behörden steht er in Verbindung mit russischen Hackern und steht im Verdacht, Cyberkriminalität begangen zu haben. Die Pressemitteilung zur Aktualisierung der Sanktionsliste wurde auf der Website des OFAC veröffentlicht.
US-Beamte legten persönliche Daten des Ausländers vor, einschließlich Passdetails. Dieser Information zufolge wurde Mamashoev 1987 geboren und besitzt nur die Staatsbürgerschaft Usbekistans.
Ebenfalls in die SDN-Liste aufgenommen wurde das Unternehmen Advance Security Solutions, das mit dem oben genannten Usbeken in Verbindung steht. Wie auf der OFAC-Website angegeben, wurde das Unternehmen 2025 in Dubai (VAE) registriert. Darüber hinaus ist Taschkent als eine der Adressen der juristischen Person aufgeführt.
Es wird darauf hingewiesen, dass das Unternehmen im Bereich der offensiven Cybersicherheit tätig ist. Insbesondere agiert es als Broker für Exploits (Werkzeuge zum Hacken von Computersystemen) und bietet Belohnungen für Informationen über Schwachstellen in Software an, die in den USA entwickelt wurde.
Zusammen mit dem Usbeken wurden auch Russen sanktioniert – Oleg Kucherov, Marina Vasanovich und Sergey Zelenyuk. Letzterer steht im Verdacht, Cyberangriffe auf US-Behörden und medizinische Einrichtungen mit Schadsoftware organisiert zu haben. Wie in dem Dokument angegeben, leisteten alle diese Personen, einschließlich Mamashoev, Zelenyuk und seiner Organisation materielle oder technische Hilfe.
Hinzuzufügen ist, dass die SDN-Liste die wichtigste schwarze Liste des US-Finanzministeriums ist. Sie enthält Unternehmen und Einzelpersonen, gegen die strenge Beschränkungen verhängt werden. Die Vermögenswerte der sanktionierten Parteien werden eingefroren, und US-Bürgern und -Unternehmen ist es untersagt, jegliche Geschäfte mit den auf dieser Liste genannten Personen zu tätigen.
Im November letzten Jahres wurde berichtet, dass das OFAC das in Usbekistan registrierte Unternehmen Datavice in die Liste der Organisationen aufgenommen hat, die unter Anti-Russland-Sanktionen fallen. Nach US-Angaben könnte dieses Unternehmen an Aktivitäten beteiligt sein, die mit der Unterstützung der russischen Infrastruktur oder Cyberkriminalität in Verbindung stehen.



